Ab Frühjahr neues LVR-Niederrheinmuseum Wesel

In 2018 vielfältiges Programm der Museen

Museum Xanten, Foto: LVR
Museum Xanten, Foto: LVR
Die LVR-Museumsfamilie wächst: Im kommenden Frühjahr übernimmt der Landschaftsverband Rheinland die offizielle Trägerschaft des LVR-Niederrheinmuseums Wesel (bislang: Preußen-Museum Wesel). Als Auftakt präsentiert das Museum die Ausstellung „Wesel und die Niederrheinlande. Schätze, die Geschichte(n) erzählen“. Und auch sonst wartet ein thematisch breit gefächertes Programm auf Kulturinteressierte.

So startet der LVR gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit einem großen Verbundprojekt, das unter dem Titel „Bauhaus100 im Westen – Gestaltung und Demokratie – Neubeginn und Weichenstellungen im Rheinland und Westfalen“ an gesellschaftliche, politische, soziale und kulturelle Impulse des Bauhauses, das 1919 in Weimar gegründet wurde, erinnert. Unter gemeinsamer Federführung von Land, LVR und LWL finden von 2018 bis 2020 Ausstellungen, Tagungen, Vorträge, Vorführungen, Exkursionen statt. Offizieller Start ist im September auf dem UNESCO-Weltkulturerbe Zollverein in Essen mit einem Auftaktsymposium.

Veränderungen stehen im LVR-Freilichtmuseum Lindlar an: Zum 20-jährigen Jubiläum wird an Pfingsten die neue Baugruppe „Am Mühlberg“ eröffnet. Bestandteil der neuen Baugruppe ist eine interaktive Ausstellung zu den Themen Klimawandel, Nachhaltigkeit und Waldwirtschaft. Außerdem gibt es eine historische Uhrmacherwerkstatt sowie eine Steinbruchbahn in Betrieb.

Noch bis März zeigt das LVR-LandesMuseum Bonn die Ausstellung „Im Meer versunken – Unterwasserarchäologie in Sizilien“. Für Kinder und Familien gibt es ab September eine Mitmachausstellung, die über „Leben im Mittelalter“ informiert.
„Die gestohlene Welt“ ist der Titel der Ausstellung von Videokünstlerin Johanna Reich, Trägerin des LVR-Frauenkulturpreises, die vom 25. Februar bis 8. April im Max Ernst Museum Brühl des LVR zu sehen ist. Ab Mitte Mai werden Werke des US-amerikanischen Regisseurs, Malers und Videokünstlers Robert Wilson gezeigt.

Um die Städtepolitik des Kaisers Trajan und die Gründung der Colonia Ulpia Trajana geht es in einer Ausstellung, die der LVR-Archäologische Park Xanten ab Mai zeigt. Den Handel, Transport und die Logistik am römischen Niederrhein thematisiert die Ausstellung „Warenwege – Warenflüsse“.

An bzw. über den Kampf um Haar- und Rocklänge und die Mode der „68er“ kann man sich in der Textilfabrik Cromford in Ratingen ab September erinnern bzw. informieren. Um die „Macht der Mode. Zwischen Kaiserreich, Weltkrieg und Republik“ geht es in der Ausstellung, die ab dem 1. Mai im Kraftwerk Ermen & Engels in Engelskirchen präsentiert wird. Metall-Baukästen und Modelle von Herstellern wie Märklin, Trix oder Stabil stehen im Mittelpunkt der „Welt im Kleinen“. Sie ist ab 29. April in der Tuchfabrik Müller in Euskirchen zu sehen.

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